Wieder mal etwas dazu gelernt

Dominik steht an einem sonnigen Herbstsamstag in Horrocks Fliegenfischerrevier.
Auf dem angrenzenden Radweg kommen drei Knirpse im Alter zwischen 4 und 5 Jahren angeradelt. Als sie mich sehen, halten sie an und rufen sich mehr selbst zu:  „Wir haben einen Mann gefunden!“. Die Drei beobachten mich eine ganze Weile voller Interesse.
Yvonne steht am anderen Ufer und sucht mit ihrer Kamera nach tollen Motiven, dabei wird sie Zeuge von der lustigen Unterhaltung.

Die drei Steppkes fragen mich, was ich denn da im kalten Wasser mache. Schon belustigt von ihrer kindlichen Feststellung, antworte ich:  „Ich bade!“.
Inzwischen war auch die Mutter von den Kleinen am Schauplatz des Geschehens angekommen und wird sofort von ihren Kindern ins Bild gesetzt:  „Mutti, wir haben einen jungen Mann gefunden!“.

Ehrlich, von dieser Aussage fühlte ich mich jetzt doch etwas geschmeichelt.
Die Unterhaltung ging weiter.
„Mama, was macht denn der junge Mann da?“
Die Mutter überlegt kurz und wendet sich dann vorsichtig mit der Frage:  „Ist das Fliegenfischen?“ an mich.
Ich antworte schmunzelnd mit:  „Ja“.
Die Mutter richtet sich nun an ihre drei Kinder und erklärt mein Treiben im Fluss mit den Worten: „Das ist das, was Pettersson macht.“
Das stellte die Kinder offenbar zufrieden und sie entgegneten einstimmig:  „Aha!“.

Auch ich fand die Übersetzung treffend, nur mit dem negativen Beigeschmack, so schnell vom jungen Mann zum alten griesgrämigen Pettersson geworden zu sein.

Die drei Piefkes wünschten mir noch einen schönen Tag und fuhren mit der Mutter weiter.
Ich musste an „Pettersson und Findus“ denken und wurde in kurzer Zeit um eine präzise Erklärung des Fliegenfischens reicher.

Als wir, Yvonne & ich, zum Auto gingen, mussten wir immer noch über die aufgeweckten Stifte lächeln.

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Sehr schöne Geschichte Dominik! 😉

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